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Joel Kaczmarek (00:02.222) Hi, 5 Leute, hier ist Joel. Und ihr wisst, unserem Feel-Good-Friday reden wir ja immer darüber, wie wir gesünder werden, wie wir noch wachsen können im Bereich Gesundheit. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ist euch mal aufgefallen, dass es ein Thema gibt, was einen durchaus krank macht oder zumindest schlecht fühlen lässt, was wir aber alle tagtäglich eigentlich machen, nämlich Social Media. Und zwar habe ich eine Dame kennengelernt, die geht sogar so weit, die sagt, Social Media ist wie Rauchen. Die hat nämlich ein Buch geschrieben, Quit the Feed.
Das geht genau darum, warum Social Media uns nicht gut tut, welche Parallelen es zur Sucht gibt und was man denn tun kann, da rauszukommen. Und die Frau, die das geschrieben hat, die ist natürlich heute mit mir hier, wie soll das auch anders sein, das ist die liebe Henriette. Henriette Hochstein-Friedrich, die ist nämlich eigentlich im normalen Leben Unternehmerin und Keynote-Speakerin, kennt sich super aus mit Themen wie Empowerment, Resilienz und einiges andere mehr. Und ich bin heute mal neugierig von ihr zu lernen, hey Henriette, warum ist denn eigentlich Social Media wie Gift, wie Droge?
Was kann man dagegen tun? Und wir haben noch alle so ein paar Vorbehalte und Ausreden, warum wir doch dabei bleiben. Also darauf kriegen wir heute ein paar Antworten und da freue ich mich schon drauf. Von daher, liebe Henriette, schön, dass du da bist. Hallo!
Henriette Hochstein-Frädrich (01:05.177) Hallo Joel, vielen, Dank. Ich freue mich sehr über dieses, ich glaube sehr wichtige und auch polarisierende Thema mit dir sprechen zu dürfen. Ich frage gleich mal zurück Joel. Social Media und du, was ist das für eine Beziehung?
Joel Kaczmarek (01:21.625) Ja, ist eine ganz berechtigte Frage, ... Ich würde behaupten, meinem Feld ist es wirklich Teil des Berufs, weil ich es Promotion meiner Inhalte brauche. Als Content-Creator ist das wichtigstes Distributionsmittel. Ich habe eine Sache bei mir festgestellt, dass ich ganz viele Plattformen bespiele und irgendwie aber nur mit wenigen warm werde. Also, wo ich merke, da verstehe ich sozusagen die Art, wie man da kommuniziert, da fühle ich mich auch wohl mit. Und bei den anderen bist du dann immer so im schlechten Gewissen, ein Hintertreffen.
Das ist so mein Verhältnis dazu. Auf LinkedIn komm ich gut klar, da versteh ich die Sprache und weiß den Kontext. Auf Instagram bin ich völlig lost. Also mit Stories und wie man interagiert und wie man die macht. So hab ich gar keinen Grip drauf. Trotzdem fühl ich mich unter dem Druck, alles mitzumachen. TikTok ist dann so das nächste ... Dann denkst du, alles ist irgendwie gleich. YouTube Shorts, Instagram Reels und TikTok. Ist alles Kurzvideo, da kann man eins machen und raushauen. du merkst, nein, es ist anders.
Da kann man ja die Frage sozusagen mal zu dir zurückspielen, wo das vielleicht anfängt und aufhört, Social Media. Weil ich merke zum Beispiel, Newsletter ist ein Tool, was mir Spaß macht. Aber es ist auch Arbeit. Also ich glaube, Social Media ist auch Arbeit. habe LinkedIn zum Beispiel ein Video zuletzt gemacht mit so KI-Bildern. Ich merke, das funktioniert einfach nicht. Wenn, dann sollte man es, glaube ich, richtig machen. Na ja, und das war so eine der ersten Fragen, die mir auch kamen, was für dich eigentlich alles subsumiert ist unter Social Media. Also ist sowas wie Newsletter zum Beispiel auch Social Media? Oder wo fängst du an, wo hörst du auf?
Henriette Hochstein-Frädrich (02:46.841) Also Social Media meine ich ganz klassisch die Plattform.
Facebook, es scheint ja wirklich noch Leute zu geben, Facebook nutzen. Instagram, TikTok. Und für mich gehört definitiv auch ganz klar LinkedIn dazu. Ich bin der Meinung, LinkedIn ist einfach nur, da postest du halt nicht deine Lachsavocado Bowl, sondern irgendwie deinen ganzen beruflichen Kram. Und es ist das gleiche in Grün. Es wird nur anders verpackt und anders verkauft. Und natürlich kann ich da auch absolut deine Sichtweise...
sehr gut verstehen und das versuche ich ja auch auseinanderzunehmen. In meinem Buch auch diese Ausreden, wir haben. brauche es ja beruflich. Ich bin tatsächlich 2024 einfach auch mal so um den Background zu haben. bin 2024, Ende 2024. ich mehr oder weniger wirklich von heute auf morgen habe ich gesagt, ich habe keinen Bock mehr. Also ich war jetzt auch nie eine große Nummer auf Social Media. habe es, ich war auf Instagram recht aktiv, auch beruflich. Na klar, also für mich als Kino-Speakerin liegt das ja auch so. Man muss ja mal, wo bin ich gerade?
und so, auf welcher tollen Bühne bin ich gerade, du machst ja da auch viel so Show-off und...
und musste halt auch immer Inhalte posten. hatte selber auch eine Eventreihe für modernes Female Empowerment. Das habe ich natürlich dann auch als einen Kanal gehabt, aber ich habe einfach gemerkt, dass mich das nur komplett auslaugt und mich komplett ablenkt und ich so viel Zeit und Energie und Aufmerksamkeit und am Ende natürlich auch irgendwie dann subsummiert auch Geld damit verplempert habe, ständig diese Inhalte zu produzieren, die ich am Ende aber überhaupt nicht
Henriette Hochstein-Frädrich (04:27.259) gebracht haben.
Kunden kommen am Ende dann durch klassische Google-Suche auf mich oder durch weiterempfehlungen, wenn die einen Speaker suchen oder irgendwas anderes zu dem Thema. dass ich jetzt sagen kann, Social Media ist jetzt für mich ein krasses Business-Hebel gewesen, mich da voranzubringen, überhaupt nicht. Aber ich habe an einem Ende so viel Zeit damit verbracht und es ist ja nicht nur, dass ich den Content produzieren muss, sondern es ist ja dann auch hinterher dieses Emotionale. Dann postest du was und dann guckst du, wird es gesehen, wird es geliked, wird es
geteilt und dann bist du ja eigentlich in 90 Prozent der Fälle total frustriert, weil es nie so performt, wie du dir das vorgestellt hast und dann hast du Zweifel. Also ich finde, das schickt einen auch permanent in so einen Stuhl von ständig negativen Gefühlen oder aber dann ist das perfide, dann kriegst du mal irgendwie mal ein paar Kommentare und so und dann fühlst du dich total gut und es hat aber eigentlich überhaupt keinen wirklichen Mehrwert und dann habe ich wirklich 20, 21, ich habe keinen Bock mehr und bin wirklich
So wie von heute auf morgen, jetzt auch ohne theatralische Ankündigungen, ich bin jetzt fort oder so, sondern einfach, ich jetzt kein Bock mehr, bin gelöscht raus. Und erstaunlicherweise hat sich seitdem unglaublich viel getan. ich war noch nie so produktiv, ich war noch nie so fokussiert, ich war noch nie so zufrieden. Erstaunlicherweise bin ich auch der Meinung, dass ich auch beruflich viel erfolgreicher bin, weil ich quasi meine Aufmerksamkeit einfach auf meine Arbeit
auf meine Arbeit lenke und eben nicht permanent auf diese Nebenschaub-Plätzen meine Zeit und meine Aufmerksamkeit und meine Energie verplemper. Man ist so diese ganzen schlechten Gefühle, die man auch einfach nicht kontrollieren kann. Dieses Neid und Vergleich und so, was ja automatisch immer auch irgendwie kommt. Warum macht der? Warum macht die? Und ist ja auch so eine permanente Vergleichsmaschine und Kreativität. Also da kam einfach so
Joel Kaczmarek (06:05.838) Hm.
Henriette Hochstein-Frädrich (06:30.491) so viel an positiven Dingen zurück und dass ich dann auch mich tatsächlich dann auch damit dann auch viel mehr auseinandergesetzt habe, dass ich dann auch gesagt habe, ich finde das Thema spannend und dann kam dann auch irgendwie, ich weiß gar nicht mehr wo ich das aufgeschnappt habe, dann mal irgendwie, ja Social Media ist das neue Rauchen und es hat sich dann so festgesetzt und dann fing ich an dann mal zu recherchieren.
Und dann bin ich echt Stuhl gekippt. Weil diese Parallelen zur Nikotinindustrie sind einfach so unfassbar krass. Also von wie dieses Produkt designt ist, damit es uns süchtig macht. Aber auch das ganze Business dahinter, was das für ein Milliarden, Milliarden, Milliarden Markt ist. Und dann mache ich dann auch einfach, das hat mich so wütend gemacht. Und dann kam eben die Idee mit dem Buch. Ich bin ja nicht die Erste, sagt Social Media ist doof. Und eigentlich wissen wir ja auch alle, dass es doof ist.
Joel Kaczmarek (06:54.094) Hm.
Henriette Hochstein-Frädrich (07:23.835) und wie es funktioniert, sind aber trotzdem machen wir weiter, nämlich genau aus dem Grund, weil es uns abhängig macht, weil wir glauben, wir brauchen es und wir brauchen die Erlaubnis, dass wir rausgehen können. Und das möchte ich mit diesem Buch geben. Also dieses Buch ist eben, ich schicke einmal die Leser da voll rein, erstmal ins überhaupt, in das erkennen, das verstehen. Und dann wollen wir aber auch auf die schöne Seite wirklich so, was gewinnst du alles und du darfst rausgehen. ich glaube auch, dass die meisten Menschen nie
Niemand liebt Social Media mehr. Wir alle sind genervt, wir alle hassen es, aber trotzdem sitzen wir da und scroll, scroll, scroll und kommen da nicht raus. Und deswegen glaube ich fehlt das Verstehen, was macht es mit uns, unsere Ausreden zu entlarven und dass wir eben auch uns selbst die Erlaubnis geben, wir dürfen da rausgehen und das ist gut. Wir gewinnen dann eben auch total viel, wenn wir da rausgehen. Und jetzt habe ich schon den Monolog gehalten, sorry.
Joel Kaczmarek (08:16.398) Hm.
Joel Kaczmarek (08:20.526) Ich hab mal… Nein, ist ja ganz schön, das ist ja quasi ein Preview auf diesen Podcast jetzt, weil ich hab mal einen interessanten Artikel gelesen, der so auf mehreren Seiten auseinandergenommen hat, wie wir eigentlich von Social Network zu Social Media gekommen sind. Und es ist mir erst gar nicht so aufgefallen, aber es stimmt ja wirklich, das ist mal als Netzwerk gestartet, vielleicht erinnerst dich auch noch an die Facebook- StudiVZ-Zeiten, da ging es ja eher darum, sich mit Leuten zu vernetzen und sich Nachrichten zu schreiben. Und irgendwann kam ein Feed auf.
Irgendwann haben wir angefangen, ein Netzwerk wie eine Sendemaschine zu führen und zack bist du auf einmal in einem ganz anderen Setting drin. Also du bist sozusagen in so einer Absenderrolle, du konsumierst, was die anderen machen und jetzt haben wir ja schon ein paar der problematischen Dinge von dir gelernt. Also das eine war der ständige Vergleich, vielleicht auch dieses sich dadurch schlecht fühlen, wenn es einem nicht so gut geht wie anderen. Also man zeigt ja auch nur die guten Seiten vermeintlich. Dann diese Abhängigkeit.
der Resonanz, wie viele Likes kriege ich drauf, wie viele Leute haben den Post gesehen, warum hüpft der nicht so ab und und und. Aber lass uns doch mal noch bisschen vertiefter in diese Andamnese gehen. Also du hast gerade gesagt, die Parallelen sind frappierend, die es zwischen Nikotinsucht und Social-Media-Sucht gibt. Auf was bist du gestoßen? Was macht das so problematisch?
Henriette Hochstein-Frädrich (09:34.297) Also das ist tatsächlich so, dass Social Media genauso designt ist wie eine Kippe.
auch das noch mal vorne weggestellt. Die Kippe, die Zigarette ist das ideale, perfekte, diabolische Produkt. Weil es ist ein Produkt, was dich sofort einfach süchtig macht und was du immer wieder brauchst und von dem du auch immer wieder mehr brauchst und auch verknüpft mit diesen Stories dahinter. meine, Joy, du glaubt, bist auch welcher Jahrgang bist du? 83. Genau, also du kennst auch noch die Zeit der Zigarettenwerbung mit dem Quill Marlboro Man.
Joel Kaczmarek (10:05.486) 83.
Henriette Hochstein-Frädrich (10:11.099) Und dann, war's. Und das müssen wir wahrscheinlich schneiden. Also mit den coolen Zigaretten und den coolen Marken und dem Image, hey, gibt, schenkt dir Freiheit. Und du bist cool und du bist sexy. Und eigentlich macht das ja das komplette Gegenteil. Also du bist ja abhängig davon und du bist alles andere als sexy. Und dasselbe macht Social Media. Und Social Media wirkt tatsächlich auf verschiedene Bereiche. Also es ist zum einen wirkt das absolut krass.
auf unser Gehirn, also den neuronale Faktor. Es ist halt durch diese ständige Unvorhersehbarkeit. Also es ist dieser Algorithmus, den wir ja denken, wir können den alle irgendwann knacken und verstehen. Es ist aber total unvorhersehbar. Und es ist genauso, jede toxische Beziehung ist unvorhersehbar und jede toxische Beziehung funktioniert. Weil mal kriegen wir ganz viel Liebe, mal kriegen wir die totale Ablehnung, also ständig diese Achterbahn zu haben. Wenn wir in Social Media gehen, permanent, also in diese Plattform gehen, wird permanent.
in unserem Hirn ausgeschüttet, weil da kommen ja ständig neue Bildchen, neue Videos. Das ist so dieses, da passiert irgendwas. Wir sind da wirklich wie so Welpen, die auf so einen Ball springen, da rund springen, da passiert was. Passiert aber auch, wenn wir Likes bekommen. Passiert aber auch, wenn wir keine Likes bekommen. Es wird egal, was wir machen, ob wir passiv auf Social Media unterwegs sind oder ob wir aktiv auf Social Media unterwegs sind, es wird permanent dieses Dopamin in uns ausgeschüttet. Und jetzt denken wir, Dopamin ist was Gutes.
Unhormon, was dafür sorgt, dass uns eigentlich so bisschen Antrieb gibt. Aber eigentlich sagt es uns in dem Fall macht das nochmal und ich brauche mehr davon. Ja, also das heißt, das ist genau dieses.
Immer weiter, immer mehr, jede freie Minute. Wir können nicht einfach mal an der Bushaltestelle sitzen und still sein und einfach mal in Himmel gucken. Nein, permanent holen wir uns dieses Ding aus der Tasche aus aus der Tasche und stopfen das mit uns rein. Dann wirkt natürlich nicht nur Gehirns, wirkt auch unsere Psyche. diese emotionale Abhängigkeit mit diesem Vergleich, mit dem Selbstwert, mit unserer Inszenierung. Wer bin ich eigentlich? Was will ich von mir zeigen? Also dieses, ich nenne es immer diese Gockelei.
Henriette Hochstein-Frädrich (12:22.747) ja auch quasi nur die positiven Dinge. Und dann ist natürlich der Trend, ja jetzt gibt es mehr Authentizität, aber auch das wird instrumentalisiert, wenn dann die ganzen Influencer, Influencerinnen heulen, sitzen, heute hatte ich einen schlechten Tag, heul, heul, heul, was ja nur darauf abzielt, Emotionen, es triggert uns, das reizt uns, wir sind neugierig, wir wollen wissen, was ist da, also das ist auch das ist die totale Inszenierung, das hat nichts mit Authentizität zu tun, die einzige Intention dahinter ist, mehr, also die Leute
noch mehr reinzukriegen und zu binden. Es ist einzig und allein Reichweite, das ist das. Dann könnte man natürlich sagen, ja, aber die Zigarette, ...
Die wirkt ja körperlich, das ist Chemie, das ist Gift, das ist ja Social Media nicht. Weit gefehlt, also auch Social Media wirkt absolut schädlich auf deine körperliche Gesundheit, weil das ist ein, also das wird permanent Stress aus, dieses Stresshormon, Cortisol wird permanent ausgeschüttet, wenn wir einen Shitstorm mitbekommen, also allein wenn wir selbst nicht von einem Shitstorm betroffen sind, aber wenn wir bei anderen
sehen das ist so emotional und dann sind wir wütend und dann hat der also es ist sofort cortisol ausgeschüttet aber auch kriege ich ein like oder nicht auch wird cortisol ausgeschüttet ja und dann fragen wir uns natürlich warum wir dann alle nicht schlafen können und auch da wenn wir dann abends im bett liegen
Und dann dieses Blaulicht. Gut, das hat dann eher was mit der Handy-Technologie zu tun. Aber Schlaf, aber wir kriegen ja dann auch diese ganzen bunten Videos, Bilder. Also mal ist es Quatsch, dann ist es irgendwas Ernstes, dann regen wir uns über was auf. Also wir schicken uns permanent auf so eine emotionale Achterbahn, was unser komplettes Nervensystem völlig durcheinander bringt. Und das ist dann die körperliche Ebene. Dann haben wir die seelische Ebene, weil wir glauben, du hast ja eben so schön angesprochen, ja, das ist ja ein Vernetzter.
Henriette Hochstein-Frädrich (14:21.979) Ja, ganz ehrlich, niemand fühlt sich erfüllt, auch wenn er irgendwie 2000 Freunde online hat und du kannst ja gar nicht mit denen allen in Kontakt treten und wir konsumieren da so viele Inhalte und wir sind aber trotzdem total leer. Also das ist wie, wenn du abends Hunger hast, knallst dich auf die Couch und du stoppst wahllos zehn Tüten Chips in dich rein.
Und dann denkst du dir, du bist nicht genährt, du bist voll, aber gleichzeitig leer und fühlst dich scheiße. Also sorry für die Displakative. Und das ist, ich, das, was wir alle irgendwie merken, dass das irgendwie nicht funktioniert. Und dann haben wir natürlich noch die gesellschaftliche Ebene. meine, die Zigarette ist ja mittlerweile relativ verpönt.
wage auch die Prognose, das wird auch in ein paar Jahren mit Social Media so zu sein. Das ist so, wie du bist noch auf Social Media. Das ist so, wie du rauchen. ist so cool. Das wird mit Social Media auch so sein. Diese ganze gesellschaftliche Ebene wurde ja überall verbannt. darfst nicht mehr in Restaurants rauchen und so weiter. Das ist ja auch total richtig. Da gibt es auf jeden Fall auch sehr, sehr, viel Parallel. Und das ist das.
Joel Kaczmarek (15:20.462) Hmpf!
Henriette Hochstein-Frädrich (15:43.211) Dann kommt natürlich noch die Business Side, also dass es ein Riesenmarkt ist. Die Zahlen sind tatsächlich mehr oder weniger identisch. sind hunderte Milliarden, die die Konzerne, sowohl die Tech-Konzerne als auch die Tabak-Konzerne jedes Jahr verdienen. da können wir glaube ich ja auch nochmal kurz drauf eingehen. Also die Parallelen sind absolut schockierend einfach. Also es funktioniert exakt genauso.
Joel Kaczmarek (16:12.19) Ich finde ganz interessant, was du mit der toxischen Beziehung gesagt hast. also diese Unvorhersehbarkeit, weil es ist ja wirklich so... Also ich sehe ganz viele Leute, die das beruflich machen und denke mir dann immer, wie die so Knechte eines Algorithmuses werden. Und dann ist es ein bisschen, du baust dein Haus auf fremden Grund, also die gehört die Zielgruppe nicht, wenn der Konzern sagt, so, jetzt wird was anderes belohnt, zack, bist du abgeklemmt. Und B, musst dich so völlig nach ausrichten, also...
Henriette Hochstein-Frädrich (16:35.385) Ja.
Joel Kaczmarek (16:38.798) Ich hab jetzt gestern grade mit jemandem telefoniert, der erzählt mir, er ist einer der größten Creator auf TikTok-Shop und dann erzählt er mir, er macht pro Tag 100 Videos, er aufnimmt, von denen er 45 bis 85 ist. Also 85 war so das Maximum, 40 bis 80 meint er am Tag veröffentlicht. Dann hab ich gedacht, oh mein Gott, für einen fünfstelligen Betrag, den du zwar im Monat verdienst, aber sich so knechten, dass du jeden Tag Dutzende, aber Dutzende von Videos hochfahren musst.
Und bei den Influencern war es ehrlich gesagt ähnlich, die mir dann sagten, ja, ich muss auch im Urlaub posten, ansonsten wird der Algorithmus rank mich runter. Und dann fahren wir sogar manchmal an Orte, wo wir bessere Algorithmus-Power haben, zum Beispiel Dubai wird irgendwie hochgerankt. Also das finde ich halt schon krass, wie man sich da so zum Sklaven macht.
Henriette Hochstein-Frädrich (17:20.473) Absolut. Ja, also da hast du völlig recht und natürlich müssen wir da auch zwei Dinge unterscheiden. Also wir haben natürlich die einen, mit Social Media, da ist super viel Geld im Spiel. Also Social Media, die Plattform verdienen ja einerseits natürlich mit der, oder ganz einfach nur mit der Werbung. Und alles, was sie auf Social Media tun wird.
im Live-Ticker direkt ausgewertet. dass wir auch als normale Endverbraucher, die auch einfach nur mal so kurz reingehen, wir sind Gläser. Die wissen alles über uns. Die wissen wahrscheinlich mehr über uns als unser Partner, als unsere Eltern oder so, Vorlieben, was wir gucken, was wir liken und so weiter. Und das wird diese Datensätze werden versteigert, werden verkauft. das ist natürlich das eine, womit die meiste Werbung gemacht wird. Und es ist ja nicht nur
dass wir quasi nur das, ja, dass es nur diese Seite gibt, sondern wir als sage ich mal normale Menschen, versuchen uns auch irgendwie in diesen Social Media Gewässern zu behaupten, wir machen da ja dann auch noch mit. Also wir sind auch noch, dadurch dass wir unseren Content erstellen, auch noch kostenlose Arbeitskräfte, die den ganzen Algorithmus eben auch füttern, die dafür sorgen, dass andere auch da drin hängen bleiben. Also wir, die damit kein Geld verdienen, füttern trotzdem das System.
eigentlich auch total ungerecht ist. Also würden wir ja niemals machen im anderen Kontext. Und das heißt wir haben natürlich einerseits, das hast du gerade angesprochen, die Menschen, die sehr sehr sehr viel Geld mit Social Media verdienen. Also die ganzen Influencer, Influencerinnen, egal auf welchen Plattformen die jetzt unterwegs sind. Und deren Businessmodell ist natürlich komplett darauf ausgerichtet. Also es ist deren Job.
für Social Media Content zu produzieren und damit ihr Geld zu machen. Das ist glaube ich auch ganz, ganz wichtig für uns. Ich spreche jetzt mal für uns normale Menschen, die normalen Job haben.
Henriette Hochstein-Frädrich (19:21.269) die irgendwie was Cooles in ihrem Leben machen und anstellen und dass wir dann glauben, wir müssten da mitspielen. Und das geht einfach nicht auf. Also das ist wie, weiß ich nicht, wie mit Topmodels. Es gibt fünf Milliarden, zehn wunderschönste Frauen auf dieser Welt, aber nur zehn schaffen es zum Topmodel irgendwie aus Glück und weiß ich nicht was und verdienen damit ihr Geld, die anderen eben nicht. Und das ist genauso mit Social Media, dass wir normalen Menschen glauben, wir müssten da mitspielen. Wir haben da einfach überhaupt keine Chance.
Das funktioniert einfach hinten und vorne nicht. Und dann sind wir genau in diesem Hamsterrad, dass wir denken, wir müssten es bedienen permanent, sind da ständig unter diesem Druck. Und das funktioniert eben. Es funktioniert hinten und vorne nicht. Und als ich das dann auch irgendwann mal so verstanden habe, gesagt, ich sei völlig klar, ich mache da nicht mehr mit, ich habe da keinen Bock mehr drauf. Und erstaunlicherweise, ich lebe noch, lebe noch und ich bin trotzdem beruflich erfolgreich und ich wage sogar zu behaupten,
Joel Kaczmarek (19:52.878) Mmh.
Henriette Hochstein-Frädrich (20:21.019) erfolgreicher als zuvor, weil ich einfach meine Kraft, meinen Fokus, meine Aufmerksamkeit wirklich auf meine Arbeit bündele, auf das was ich wirklich mache und auf das was mein Angebot ist und da viel mehr reinstecke und eben das, ich ja vorhin schon gesagt habe, das nicht mehr verplemper.
Joel Kaczmarek (20:38.816) Na dann lass uns doch mal zu den Ausreden kommen. Also wir haben jetzt, glaub ich, eine gute Anamnese, warum das schädlich ist. Und es ist ja aber auch in der Tat so. Also als du und ich zum Beispiel im Vorgespräch uns unterhalten haben, hast du gesagt so, na ja, es hat schon ein bisschen schwer, ein Buch zu bewerben, wenn man kein Social Media nutzen kann. Oder ich kann den Podcast leider nicht teilen. vielleicht so die erste Geschichte, die mir in den Kopf kommt, ist so diese Aufmerksamkeitsökonomie. Also das ja ...
Wenn Menschen von meinem Angebot erfahren sollen, ich eigentlich an dem Ort sein muss, wo sie sich aufhalten und das ist halt bei vielen Menschen Social Media. Das wäre so einer meiner ersten Gründe, warum ich sagen würde, aber Henriette, das geht doch nicht. Dann kriegen die Leute doch nichts mehr von mir mit.
Henriette Hochstein-Frädrich (21:09.281) Ja.
Henriette Hochstein-Frädrich (21:13.625) Genau. Aber Joel, kann ich tatsächlich wieder... Also natürlich gebe ich dir recht. Natürlich habe ich jetzt die Herausforderung, ein Produkt, das mir sehr am Herzen liegt, ein Buch zu bewerben ohne Social Media. Und da auch ganz kurz für den Hintergrund.
Ich habe das Buch im Eigenverlag rausgebracht, ich habe natürlich das einigen Verlagen, Agenten auch angeboten und die, dann doch durchaus Interesse hatten, haben erstens gesagt, ja, wegen dem ganzen Vorlauf, das kommt dann aber erst in zwei Jahren raus, wo ich gesagt habe, Leute, Thema ist so aktuell, ich kann jetzt nicht zwei Jahre warten, das geht einfach nicht, weil es ist ja gerade wirklich einfach gesellschaftliche Verbote und es passiert ja ganz, ich habe wir müssen das schnell sein und das Zweite war,
tatsächlich. Ne, wir glauben, das funktioniert halt nicht, weil wenn du nicht aus Social Media bist, können wir es ja nicht promoten. Also das heißt, diese Frage der Verkaufbarkeit des Marketings liegt vor dem eigentlichen Inhalt, vor dem Content. Und das ist ja auch etwas, was total falsch läuft in unserer jetzigen Gesellschaft. Reichweite wird mit Relevanz verwechselt. Und wenn wir uns ansehen, was die meisten Influencer, Influencerinnen machen, ist es absolut irrelevant.
Also sorry, ist nicht relevant. ist so mit wenig Brain und wo man sich, wo man die Tischkante beißen kann. Wo es Fashion geht und weiß ich nicht, Bauchmuskeln. Yay, toll, super.
Joel Kaczmarek (22:42.542) Hehehehehe!
Henriette Hochstein-Frädrich (22:48.889) ist schön. ich habe mal ein Buch über Gesundheit gelesen und bin jetzt Health Influencer. Ja, juhu. Also das ist so. Da läuft ja irgendwie sehr, sehr, viel falsch. Und das heißt, aber natürlich gibt es ja andere Wege. Das heißt, wir dürfen da auch wieder viel kreativer werden. Und natürlich werde ich das, promote ich das Buch. Zum Beispiel darf ich einem Podcast sein, darüber sprechen. Ganz klassisch wirklich diese Content, wie nennt man das? Content Authorit...
mit Blogbeiträgen und also wirklich dieses Wissen drum herum aufzubauen und nicht mit irgendwelchen kurzen 10-Sekunden-Wheels und so weiter. Und dann kommt ja noch das ganz große, auch ganz großer Denkfehler dazu, wo ich sage, das funktioniert auch überhaupt nicht, du sagst, ich muss da sein, wo alle Menschen sind. Aber stell dir das doch mal vor, Social Media ist quasi, ist es ein riesiger Marktplatz und da stehen eine Million Buden. Ja, jeder mit seinem kleinen Account und jeder mit seinem Angebot und alle schreien hier.
Wie soll denn funktionieren? Wo soll ich denn da als Konsument? Ich weiß doch, alle schreien hier. Wenn jeder hier schreit...
funktioniert es doch nicht mit auch nicht mit der Sichtbarkeit. Also das ist ja auch so eine Gleichung, die überhaupt nicht aufgeht. also dazu überlegen, wo komme ich dann wirklich eben natürlich auch an die die Menschen ran mit meinem Angebot? ich bin aber auch ehrlich gesagt so hoffnungslos naiv und idealistisch, dass ich immer daran glaube, die guten Inhalte kommen dann auch schon irgendwie bei den richtigen Menschen an. Und da da da bin ich natürlich wahrscheinlich auch wahnsinnig naiv auch.
Aber diese Naivität möchte ich mir auch ehrlich gesagt beibehalten, weil ich auch wirklich, glaube an Relevanz, ich glaube an smarte, an gute Inhalte, an wichtige Inhalte, die Menschen voranbringen. Deswegen finde ich auch Newsletter. Newsletter zähle ich nicht zu Social Media oder so Systeme wie, da gibt es ja nur Substack und wie sie alle heißen. Das heißt, ich entscheide mich wirklich dafür, welchen Content ich konsumieren möchte und ich bin auch bereit, wieder längere Texte zu lesen, also mich auch wirklich mal länger mit einem Thema auseinanderzusetzen.
Henriette Hochstein-Frädrich (24:57.019) Und da sehe ich auf jeden Fall sehr, sehr viel Potenzial. Also dass die Leute, glaube ich, auch keinen Bock mehr darauf haben, diese ständig, kleinen Häppchen, die uns ja nicht nähern. das funktioniert einfach nicht. ja.
Joel Kaczmarek (25:14.766) Also ich denke so ein bisschen drüber nach, du hast mich total überzeugt, weil ich finde ein schöner Satz ist Reichweite mit Relevanz zu verwechseln, weil es ist glaube ich in der Tat so, ich merke das auch immer, wenn ich mit jemandem über Podcastsachen rede, was weiß ich, Werbung bei uns schalten oder, oder, dann fragen die mich immer, wie viele Leute erreichst du? Und ich habe mal mit einem Blogger geredet, der sagt dann immer, ich sage dann immer, danke, ihr seid raus. Ich sage so, ja, das kann immer nicht die Lösung sein. Naja, aber du kannst ja dazu den Leuten hingehen, kannst sagen, pass mal auf.
Wenn ich 500 Euro auf den Podcast raufschmeiße, dann erreiche ich noch 1000 Leute mehr, das sind aber wahrscheinlich 14-jährige Gamer. Hast du da was von gewonnen? Dann hast du mehr Leute erreicht, aber es ist deine Zielgruppe nein. Also Relevanz und wie viele Menschen ich erreiche, Haken hinter. Und was ich auch merke ist, diese Marktplatzdenke, was du gesagt hast, dass die Leute gar nichts mehr mitkriegen. Also du musst schon sehr laut schreien, damit bei den Leuten noch was durchdringt. Und die Aufmerksamkeitsfähigkeit der Leute ist ja so massiv gesunken. Also ich hab Leute, die sagen ...
Wenn Podcast länger als 30 Minuten ist, ich mir den gar nicht mehr an, weil so viel Zeit hab ich gar nicht. Also sie haben gar nicht mehr die Zeit. Von daher, die Ökonomie ist wirklich, es spitzt sich so zu und man kommt nicht mehr durch. So Kanalverstopfung. Ich glaub, die Antwort ist aber noch nicht so richtig gegeben, was ist denn die Alternative dann? Also vielleicht so Word of Mouth ist dann noch so das Beste, wo man sagen kann, überzeugt jemand mit einem Top-Produkt und der empfiehlt es dann aus Überzeugung an seine Freunde weiter im Gespräch und was weiß ich nicht was, Aber wir hangern uns mal so weiter, weil ...
Die zweite Ausrede, die mir in den Kopf gekommen wäre, ist, wenn ich jetzt bei Social Media rausgehe, dann krieg ich ja nichts mehr mit. Dann weiß ich ja gar nicht mehr, was bei den Leuten ist und kriegst du die neuesten Sachen nicht mehr mit. Was ist denn da deine Antwort drauf? Also, hab einen Teil haben wir schon gegeben, aber da gibt's wahrscheinlich noch mehr.
Henriette Hochstein-Frädrich (26:47.513) Ja, ja, es ist natürlich auch eine ganz, ganz klassische Ausrede. Ja, ich muss doch informiert bleiben oder ich will mich auch inspirieren. Wobei das natürlich noch mal eine andere Ausrede Ich muss doch informiert bleiben. das ist sorry, aber that's lame. Weil, worüber wirst du denn informiert, Joel? Also erstens gibt es, weißt du was total crazy ist? Es gibt Zeitungen, es gibt Nachrichten, die es tatsächlich immer noch gibt und die natürlich auch neue Business Modelle erschließen müssen und so.
die es aber immer noch gibt. ich sag mal, Lies einmal, liebe einmal in die Woche, hol dir eine schöne Zeit und setz dich gemütlich hin, konsumier die, lest die nüßlich, jeden Tag ein, zwei Artikel, die dich interessieren. Das ist für alles, für dein Gehirn, für deinen Wissensaufbau, deinen Verstehen so, so, so viel wichtiger als diese scheiß 20-Sekunden-Wheels irgendwie auf Instagram. Und was kriegst du denn noch mit? Du kriegst mit das irgendwie, weiß ich nicht, eine Freundin von dir, gerade im Park,
Joggen geht, dann kriegst du mit, dass einer einen neuen Hundewelt macht, dann kriegst du das mit, das sind alles am Ende. Die meisten Dinge, bin ich der Meinung absolut irrelevant. Und das, was wirklich relevant ist, was in deinem Freundeskreis passiert, in deiner Familie, in deinem Business, das kriegst du doch auch so mit.
Und voll crazy, wir können ja auch einfach mal den Hörer in die Hand nehmen und mal Leute anrufen und sagen, ey, wollen wir mal 10 Minuten quatschen? Was ist denn grad los bei dir? Ich meine, das ist doch eine viel echtere, authentischere, tiefere Verbindung als dieses blind zu konsumieren. Und was bleibt denn da auch bitte schön hängen, wenn du dich durch 10 Storys gegröltet, bleibt ja nichts hängen. Also das hab ich zum Beispiel bei mir gemerkt.
Was bei mir hängen geblieben ist, waren nur scheiß Gefühle. Jetzt mach ich das, die nervt, und jetzt ist der wieder, und wieso? Oder du bist ständig unter Druck, das muss ich auch, und das muss ich auch.
Henriette Hochstein-Frädrich (28:42.617) Es passiert nichts. mitzubekommen, jetzt weiß ich ja nicht, was du jetzt bist, Business News oder so, mein Gott, lese einmal am Tag. Und dann such dir ein favorisiertes Online-Portal aus, wo du sagst, da kaufe ich auch mal ein Abo, weil ich auch bereit bin, die langen Artikel zu lesen. das scrollen wir ja auch nur durch im Lesen, nur die Headlines. Und unser ganzes Wissen, unser vermeintliches Wissen setzt sich ja mittlerweile nur noch aus diesem Clickbait.
Heldsteins zusammen und dann so verkaufen ja aber ich habe gelesen ich habe gehört nix hast du gar nichts hast du gelesen gar nichts hast du gehört gar nichts hast du verstanden also wir werden auch immer dörfer also das macht uns auch echt doof ja weil wir eben nicht mehr bereit sind dann auch uns mal tiefer in was rein zu arbeiten ein buch zu lesen crazy ein buch
Joel Kaczmarek (29:36.975) Ich hab auch so überlegt, am ehesten wär's bei mir auch, Leute anzurufen und fragen. Also wenn ich Menschen habe, die weiß, gut informiert sind, die zu nutzen und mal zu kontaktieren. Ich find ja ein bisschen schade, dass es mittlerweile verpönt ist, Leute anzurufen, wenn ich ihn nicht vorher geschrieben hab. Das ist so eine Krankheit der jungen Generation, find ich persönlich. Und jetzt haben wir mittlerweile, ich komm immer wieder drauf, du rufst jemanden an und dann kommt dieses scheiß Apple-Feature. Hallo, Sie haben einen Kontakt angerufen. Nennen Sie mir Ihren Namen und Ihr Anliegen und ich schaue, ob der Kontakt erreichbar ist. Wo ich dachte, wie demütig ist das denn?
Ja, also... Aber anyway, ist ja jetzt, wollt ihr nicht meckern über Gesellschaftsströmungen, sondern das Thema noch verstehen. Haben wir noch Ausreden vergessen? Also das waren jetzt nur meine.
Henriette Hochstein-Frädrich (30:13.689) Ja, wir haben total viele Aussehme. Also einfach, was haben wir? Ich bleib, wird doch nur wegen der Inspiration. Das ist nämlich genau das. Ich meine, wie viele kleine Dinge hast du dir abgespeichert in deinem Feed, in verschiedenen Orten an Rezepte, Training, Outfits, Filmtipps, Reisetipps? Und wie viele hast du jemals wieder aufgerufen und nicht nur aufgerufen, sondern auch umgesetzt?
Also ich wette, jeder der das macht, nach der Nichte davon.
Ja, und die Inspiration ist halt auch so, was für eine Inspiration. Also geh in die Welt raus, geh spazieren. Also unsere Kreativität kommt eben, müssen wir auch verstehen, in diesen Nichts, in diesen Nullmomenten. Wenn wir eben, also wir müssen auch mal unser Gehirn auch mal leer machen. dieser ständige Input sorgt dafür, dass wir überhaupt nicht mehr in der Lage sind, kreativ zu denken, eigene Ideen zu entwickeln, eigene Dinge umzusetzen. Wenn wir uns da ständig da oben egal
was rein stopfen und wir wollen ja auch nicht nur das machen was andere machen, sondern wir wollen ja auch unsere eigenen Dinge entwickeln, eigene Stimme auch wieder hören und dafür brauchen wir auch einfach diesen Leerlauf, der ja nicht mehr entsteht. meine, wir haben ja schon gesagt, wir sind ja so beide in den 40ern. Ich wir kennen das noch, diese schöne herrliche Langeweile, wo man einfach irgendwo auf der Schaukel sitzt und in Himmel guckt und das gibt es ja nicht mehr. Also es ist nicht nur bei den Kids oder bei den Tieren.
es ist doch komplett auch bei uns Erwachsenen so. Deswegen finde ich auch diese Debatte, unsere Teenager, unsere Kinder sind so verloren. Ja, mein Gott, woran liegt das denn? Wir sind doch genauso wie Erwachsene, weil wir jede freie Minute mit diesem Ding da sitzen und scrollen und scrollen und scrollen und diesen Lehrlauf, der total wichtig ist für unsere persönliche Weiterentwicklung, für unsere Gesundheit, für unsere Kreativität, für unseren Fokus und so weiter. Das ist total wichtig. Also Inspiration, Blödsinn, Sichtbarkeit haben wir schon darüber gesprochen. Ich muss doch wissen, was
Henriette Hochstein-Frädrich (32:13.659) meine Freunde machen, ja dann ruf sie doch einfach mal an oder schick eine Nachricht, dich zum Telefonieren zu verabreden. Dann kommt da auch noch so dieses dieser große Denkfehler hinzu. Also wir sind ja auch überhaupt nicht dafür ausgerichtet, dass wir mit 2000 Menschen in Kontakt sein können oder noch mehr. es gibt diese berühmte Dunbar Zahl, das hast du vielleicht auch schon mal gehört, dass eigentlich, also wir sind komplett auf Dorf ausgerichtet. Wir können eigentlich nur das.
mit unseren Ressourcen und unserer Kapazität verarbeiten und maximal 150 Kontakte. Und wir können, also wir sind darüber, alles darüber hinaus erschöpft und wir sind gar nicht dazu in der Lage. Und deswegen macht es uns auch so fertig, wenn wir wissen, was in der ganzen Welt passiert, weil wir können ja nichts machen. Deswegen haben wir so ein Unmachtsgefühl. Deswegen fühlen wir uns immer ständig so erschöpft und im Burnout. Ja, und da gibt es natürlich noch viel, ja, es ist doch kostenlos. Nein, dieses
Tool is eben nicht kostenlos, du bezahlst mit sehr, viel, mit deiner Gesundheit, deinem Selbstwert, deiner Zufriedenheit, deiner Zeit, deine Aufmerksamkeit. Und das hast du ja eben auch schon gesagt, die Leute haben keine Zeit. Ha, ha, ha. Also da kann ich auch nur drüber lachen. Weil guck doch mal bitte, wie viel Zeit du verplemperst, indem du ständig mit deinem, das ist dieses 20 Minuten hier scrollen, 20 Minuten da scrollen. Wenn wir das einfach mal wegnehmen, dann hätte ich plötzlich Zeit, einen 60 Minuten Podcast zu hören oder einfach mal spazieren zu gehen.
oder endlich mal, weiß ich nicht, das Projekt anzugehen, was ich schon immer machen wollte oder meinen Sport zu machen oder einfach mal früher ins Bett gehen, damit es mir wieder besser geht. das sind auch alles so falsche Dinge oder alle anderen sind ja auch dort. Also das ist berühmte Gruppenzwang, das ist bei ja früher auch so. Die coolen rauchen, also muss ich auch rauchen. Ich will doch nur meine Erinnerungen festhalten. Ja, kannst du ja auch auf andere Arten und Weise. Also da gibt es, gibt es. Ich will doch nur was
Gutes teilen und andere inspirieren? vielen Dank. Also da gibt es, also die Ausreden sind sehr, sehr, vielfältig und ich glaube, die einen oder so einen wichtigsten, einen Satz, der glaube ich ganz, ganz, ganz wichtig ist, den man sich immer wieder stellen kann, sich dazu hinterfragen ist. Also auch wenn man natürlich dann verstanden hat, wie das Business funktioniert, wie diese Sucht funktioniert, wie das designt ist, weil es ist ja, Social Media ist ja definitiv so gebaut, dass wir maximal süchtig sind immer.
Henriette Hochstein-Frädrich (34:41.435) wieder kommen, immer länger Zeit da drin verbringen. Also bestätigt ja glaube ich jeder, das nutzt. Die Frage, die wir uns da also stellen, ist, brauche ich Social Media wirklich oder braucht Social Media mich? Und ich glaube, dass ist relativ einfach. Wer hier mehr braucht?
Joel Kaczmarek (35:06.918) Okay, jetzt sagen wir mal, uns haben jetzt ganz viele Menschen zugehört, ich denke auch gerade schon, geh so im Kopf durch, welche Social Media Kanäle ich zumache und ob ich welche behalten sollte. Wie komme ich raus? Was ist so deine Anleitung zu sagen, alles klar, I quit the game, ich spiele nicht mehr mit? Ist das einfach Accounts löschen von heute auf morgen, nicht mehr da sein oder gibt es da einen Prozess für?
Henriette Hochstein-Frädrich (35:24.959) Ja gut, meine jeder tickt natürlich anders und das ist natürlich auch wie beim Rauchen. Also die einen hören, die Raucher sind, die hören von heute auf morgen einfach auf. Andere lesen Bücher, L &K, endlich Nichtraucher und wie sie alle heißen, andere gehen zu irgendwie Nichtraucher in 5 Stunden Seminaren. Das ist natürlich jeder sehr unterschiedlich. Was glaube ich nicht funktioniert und das ist ja auch so ein großes Buzzword ist der berühmte Digital Detox. Also dieses, ich mache es weniger. Also das ist dann wirklich so, ich bin der Partyraucher und naja gut, dann warst du drei Monate cleaner.
dann hast du dich wieder einer angezündet und zack bist du sofort wieder drin. Also es funktioniert nicht. Und auch das finde ich mittlerweile so absurd, dass wir ja mittlerweile stolz darauf sind. Ich habe mal drei Stunden nicht auf mein Handy geguckt oder ich war das ganze Wochenende offline. das ist so irgendwie ist es eigentlich mal. Ja, also man ist doch total absurd oder das habe ich letztens mit einem Freund gesprochen, der war irgendwie unterwegs, wandern in den Bergen und hat dann gesagt, ich habe den hinterher
auf meinem Handy wurde angezeigt, maximal reduziertes Screen Time, voll gut. Auf was wir mittlerweile stolz sind, das ist doch irgendwie total absurd. Also ja klar, kannst rausgehen. kannst einfach rausgehen. ja, also mein Buch, meine, nenne ich umsonst, habe ich ja den Vergleich mit den Zigaretten und habe ich ja so auch aufgebaut, tatsächlich wie einen Entzug. Also ich mache dann auch mit dem Leser oder Leserin einen klassischen Entzug.
Und das habe ich dann natürlich auch so aufgebaut, dass wir natürlich so, wir dürfen das auch zelebrieren. Also wir bauen dann so ein mentales Fundament, also nochmal klar zu werden, warum habe ich es eigentlich genutzt, was hat es mir wirklich gebracht? Beruflich, persönlich hat das, also wenn das mehr wirklich, da bin ich auch ganz ehrlich, wenn das absolut positive Effekte für dich hat, wenn du sagst, ich fühle mich glücklich, ich finde das alles toll und ich freue mich jeden Tag und am Ende meines Lebens werde ich auf dem Sterbebett liegen und mir die Frage stellen,
Ach Mensch, hätte ich doch noch mehr Storys geguckt. Dann wunderbar.
Henriette Hochstein-Frädrich (37:30.649) Wenn nicht, dann mach gerne weiter. Wenn darüber Business für dich kommt, wenn du damit Umsätze machst wegen mir, mach es gerne weiter. Aber ich glaube, das betrifft nur vielleicht 5 % aller Leute. Und die meisten Leute, die werden sagen, nee, eigentlich nicht. Also, sich noch mal darüber klar zu sagen, was bringt es mir? Und dann auch so bewusst zu sein, wie sind denn meine Gewohnheiten? Also, in welchen Momenten nutze ich das? Also, wenn ich mich gerade leer fühle,
mich gerade erschöpft fühle, ich mich doof fühle, wenn ich mich glücklich fühle, dann stellen wir fest, irgendwie zücken wir das Ding oder das nutzen wir Social Media eigentlich permanent meistens irgendwas zu füllen oder zu überlagern oder zu übertünchen oder uns abzulenken. Also auch das, wo sie diese Gründe zu erkennen, wann nutze ich das eigentlich? Also auch so wie der Raucher, sagt, boah, das hat sich jetzt so eingeschüttet, ich kann meinen Kaffee nicht mehr ohne Kippe trinken und dann stellt er irgendwann fest, boah krass, das geht, man kann Kaffee auch ohne Kippe dazu.
trinken und auch das geht der morgen geht auch ohne social media feed also das funktioniert sehr gut dann auch mal aufzuschreiben und ich habe so ein live feed protokoll wenn ich da so durch klicke was sehe ich eigentlich was also sich darüber wir werden uns darüber gar nicht bewusst also was konsumiere ich dann eigentlich was macht das mit mir was sehe ich da und auch so wie absurd das eigentlich ist und dann kommt natürlich dann irgendwann die entscheidung mit dem katz zu sagen ich gehe jetzt raus und ich lösche
es auch so und das kann man natürlich sehr radikal machen, also rauslöschen, nicht ohne die Hintertür und dann natürlich begleite ich auch durch die
die die ersten stunden danach die sich komisch anfühlt die ersten tage danach die erste woche danach und da habe ich natürlich dann auch viele ja ideen dann auch so für was machst du denn dann wenn du dich jetzt leer fühlst und dann gebe ich natürlich auch dann ja impulse sachen ideen was kannst du denn alles schönes machen auch mit dieser zeit rückfallprävention haben wir natürlich auch also es ist auch ist auch klar wenn du dann doch wieder reingehst aber dann kommt versucht es ab morgen wieder neu also dann
Henriette Hochstein-Frädrich (39:42.987) Ich begleite die Menschen dann schon auf sehr empathische, auch auf humorvolle Art und Weise, weil wir sind ja alle auch am Ende Menschen und begleite ich die da durch und dann geht es natürlich dann auch zu betrachten ganz klar, du, also da auch wirklich diesen Raum aufzumachen, was du alles Wundervolles gewinnst, wenn du dann raus bist.
Joel Kaczmarek (40:03.26) Eigentlich müsste es ja ein ganzes Coaching-Business draus machen, ich so den Eindruck. Kohorten!
Henriette Hochstein-Frädrich (40:07.801) Genau, ich hab auch keine Ahnung, vielleicht kann man ja auch wirklich so das nicht so nicht rauchen irgendwie in sechs Stunden, sondern raus aus Social Media in fünf Stunden. Klar, das und deswegen ich glaube, dass das für viele auch wirklich so, dass viele denken, genau das, die Fragen haben, die du hast, erst mal zu verstehen. Und mein Anliegen ist da auch wirklich in dem ersten Teil des Buchs auch wirklich Wut zu machen, also Wut zu erzeugen. Dieses boah krass, was für ein Scheißsystem ist das bitteschön für die meisten Menschen. So sag ich mal.
Und dass die dann wirklich keinen, also Wut ist eine unglaubliche Kraft und Macht, dann auch Entscheidungen zu treffen, sagen, also wirklich dieses, ich möchte da nicht mehr mitspielen, ich will da raus und ich will mein Leben zurückgewinnen, ich mein eigenes Leben zurückgewinnen, mein Selbstwert ist nicht von Likes abhängig und ich will Zeit für mich haben und
diese Dinge und das machen wir dann natürlich dann ist aufs nächste auf und dann geht es natürlich auch auch beispiele es gibt genug auch auch auch coole bei menschen auch auch erfolgre sehr erfolgreiche menschen die alle nicht auf social media sind es gibt genug unternehmen die nicht auf social media sind die auch sagen wir wollen uns eigentlich wollen sie auf unser auf das auf unsere produkte von der dienstleistung konzentrieren und fokussieren und also auch da diese beispiel zu zeigen ja das geht es geht wunderbar
Joel Kaczmarek (41:30.259) Schreib doch mal, was passiert denn, wenn man hier... Ich meine dein Buch heißt ja Quit the Feed. Was passiert denn, wenn ich den gequittet habe?
Henriette Hochstein-Frädrich (41:34.873) Wenn du aus dem Feed raus bist, also erstmal herzlichen Glückwunsch, dann bist du natürlich, du bist frei. Du hast ja vorhin auch so schön den Begriff gesagt Sklave. Du bist nicht mehr Sklave eines Algorithmus, den du ständig irgendwie füttern und bedienen musst. Du bist erstmal frei. Was du auch gewinnt, ich glaube das haben wir noch gar nicht angesprochen, ist eine unglaubliche Ruhe. Also es ist so eine
Also generell diese äußerst doch nicht permanent, bunten Bildchen, Videos und all das.
wabert und diese äußere Ruhe sorgt auch für eine absolute, für so eine innere Ruhe. Und ich glaube, wenn wir eins in unserer völlig überhitzten Gesellschaft brauchen, dann ist das Menschen mit innerer Ruhe. Weil innere Ruhe sorgt auch dafür, dass du smarte Entscheidungen triffst, dass du klug handelst, klug sprichst und das brauchen wir. Produktivität, also du wirst eine unglaubliche Produktivität auf einmal feststellen.
weil du musst natürlich erstmal so diese paar Tage und das sage ich auch ehrlich gesagt
Es fühlt sich einfach am Anfang so bisschen komisch an. Du hast doch diese Gewohnheit, dass du zum Handy greifst, irgendwie diese App suchst, die du also ist ja gar nicht mehr da. Das ist aber total schnell vorbei. Also das ist überhaupt nicht. Also da hast du tatsächlich beim Zigarettenentzug hast du schon körperlich mehr mit zu tun. Aber das geht schnell. Also das ist einfach nur ungewohnt. Das ist nur ein ungewohntes Gefühl und Produktivität. Merkst du auch einmal, kannst Produktivität kürzen.
Henriette Hochstein-Frädrich (43:15.419) du bist unglaublich produktiv sein. Fokus, Aufmerksamkeit, du merkst plötzlich, krass, ich kann mich auch wieder zwei Stunden mal auf etwas fokussieren, konzentrieren. Ich kann hier mal an meinem Projekt arbeiten, ohne den Drang zu haben, 20 Minuten in diesen Feed zu gucken und stellst plötzlich fest, boah krass, wie ich auch einmal in diesen zwei Stunden bin. Deine Kreativität wird explodieren. Du hast plötzlich Ideen,
aus dir selber rauskommen. Brauchst nämlich diese ganze Inspiration. Brauchst du gar nicht. Dein Fokus wird sich verändern. Deine Beziehung wird sich auch verändern, wenn du wieder anfängst mit den Leuten an meinem echten Leben dich zu treffen. Und mit den richtigen Leuten. Ich glaube, ja auch so ein, das hatten wir vorhin schon, Reichweite wird mit Relevanz verwechselt. Wir verwechseln viel mit
der Wichtigkeit der wenigen. Also ich bin der Meinung, es reichen fünf gute, enge Freunde und Freundinnen in deinem Leben, die dich durch alles Mögliche begleiten als irgendwie 80 lose Online-Kontakte. Triff dich mit denen, sprich mit denen. Also da passiert unglaublich viel, was du einfach gewinnst. Also du gewinnst eigentlich alles, was dir dient. Du schläfst besser, du bist entspannter, du bist gelassener.
Du musst dich nicht permanent vergleichen. Du bist bei dir. Wir wollen ja eigentlich am Ende alle nur eins irgendwie bei uns sein, in unsere Mitte kommen, uns gut fühlen, uns wohl fühlen, uns ausgeglichen fühlen und zufrieden sein. Und all das kommt zurück, wenn du aus diesem Zirkus aussteigst.
Joel Kaczmarek (45:01.114) Gleichzeitig will ja aber auch jeder Mensch gesehen werden. Ist dieses Social Media eine falsche Art von gesehen werden? Also merkst für dich, dass du trotzdem auch gesehen wirst von anderen Menschen und irgendwie diese Interaktion hast, auch wenn du nicht in dieser Giga-Plattform mit tausend von Leuten drin steckst?
Henriette Hochstein-Frädrich (45:16.863) Ja, total. Und ich bin der Meinung, ich werde auf jeden Fall gesehen. Der Wunsch ist auch völlig normal. Das ist auch richtig. Das ist einfach ein menschliches Bedürfnis, dass wir wahrgenommen werden wollen. Aber da bin ich auch der Überzeugung, das hatten wir ja vorhin schon darüber gesprochen, das Thema Sichtbarkeit. Wenn alle hier schreien, wer soll dich denn dann sehen? Da müsste ich schon. Deswegen werden ja auch die Inhalte immer extremer. Weil das muss immer sich steigern und irgendwann geht es ja auch nicht mehr.
extremer und ich werde sage ich mal ich werde natürlich werde ich werde von weniger menschen gesehen ganz klar aber genau das dass mich also
Also finde auch in der Unsichtbarkeit liegt eine unglaubliche Magie und Macht und Kraft, weil Unsichtbarkeit, also vermeintliche Unsichtbarkeit, uns total viel Freiheit schenkt. ich plötzlich, weil ich ja nicht permanent immer meine eigenen Gedanken, das was ich mache, eine Validierung aussetze. Also wir werfen uns ja auch, wenn wir ständig online oder so unterwegs sind und diese Sichtbarkeit kämpfen, werfen wir uns ja ständig auch immer der Welt der Beurteilung zum Phras vor. Und dann fragen wir uns, warum
fühle ich mich eigentlich so schlecht irgendwie und auch einfach mal
Ich kann also witzig, ich Sonnenuntergang ist ja trotzdem auch schön, auch wenn ich ihn nicht teile, sondern wenn ich ihn einfach für mich genießen darf. Und ich habe einen tollen Kino- und Vortragsauftritt gehabt. Witzigerweise posten dann die Unternehmen immer und die Kino-Speakerin Henriette Hochstein-Friedrich-Water. Die machen dann quasi meines Zurschusses in der Mediaarbeit. Das ist ja auch dann immer ganz witzig, werde aber natürlich nicht verlinkt, weil ich nicht online nicht da bin auf LinkedIn oder so. Aber auch zu sagen, ich habe hier gerade echt die Bühne gerockt.
Henriette Hochstein-Frädrich (47:03.973) Und es hat cool gemacht hat Spaß gemacht und weißt du was, Jule, was total befreiend ist? Dass ich es hinterher nicht posten muss.
Joel Kaczmarek (47:13.294) Ich hab da auch nachgedacht. Ich hab jetzt auch diesen Reflex. Oh wow, hier ist grad so ein besonderer Moment, den sollte ich dokumentieren für andere. Wie oft seh das in so Sportstadien? hat jemand 500 Euro für eine Finalkarte im Fußball gezahlt. Und dann hast du dieses Scheiß-Handy darauf anstatt, dass du das genießt, diesen Once-in-a-lifetime-Moment.
Henriette Hochstein-Frädrich (47:31.737) Ja, und das ist auch einfach total befreien, ich dann nicht, ich komme dann nach Hause, analysiere das. Natürlich packe ich das als Referenz auf meine Webseite. Das heißt, jeder, sich für meine Arbeit interessiert, der sieht, ach, da war er im Wagen. Wo ich dann einfach inhaltlich sage, ja, habe ich das und das gemacht. Dann gibt es natürlich auch ein Foto. Aber es geht ja dann am Ende auch nur darum, klar, meine Expertise dann auch zu zeigen. Das ist ja definitiv wichtig. Aber ich muss es jetzt nicht den wildfremden Leuten ständig unter, oder auch nicht meinen Freunden ständig unter die Nase halten.
Weil ganz ehrlich, wenn wir doch, also wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, also wenn ich das bei anderen gesehen habe früher zu meinen Social Media Zeiten, dass jetzt irgendwie Trainerinnen oder Kolleginnen gepostet haben, wo sie jetzt wieder unterwegs waren, habe ich mich nicht gefreut. ich meine, klar, in mir ist jetzt auch so ein kleines Teufelchen, das haben wir alle, sondern das war sofort so, äh, jetzt gibt die wieder an, am Ende habe ich den gleichen Scheiß ja selber gemacht. Das heißt,
Wir gehen damit eigentlich nur auf den Keks Da sitzt doch auch jetzt niemand, sich ... jetzt hab ich aber ... Jetzt warte ich mal, was die Henriette postet. Jetzt freu ich mich aber total. Klar, die liken das. toll, herzlichen Glückwunsch. Aber die meisten machen das ja auch nur, weil sie gelernt haben, muss anderen Content liken und kommentieren, damit ich meine eigene Sichtbarkeit bekomme, damit der dann beim nächsten Mal bei mir likt. Das ist doch so ein völlig bescheuerter Deal, den wir da haben, der nicht ehrlich ist.
Joel Kaczmarek (49:00.108) Hmhm.
Henriette Hochstein-Frädrich (49:00.347) der nicht von Herzen kommt, immer nur darauf ausgerichtet ist, ich sehe dich, ich like dich, also siehst du dann auch mich und likest auch mich. Also wie viele Beziehungen unserer Online-Beziehungen oder Kontakte sind auch einfach nur tatsächlich aus diesem Grund. Ja, okay, dann connecte ich mich mal mit dir. Ich habe aber eigentlich überhaupt keinen Bock auf dich. Aber ich mache das jetzt wegen Reichweite, Sichtbarkeit und ralala. Weil wir uns immer davon etwas erhoffen. Also wir sind überhaupt nicht frei davon. es muss immer Output.
Das muss immer... Also wir machen die Dinge nicht mehr der Dinge wegen. Wir machen unsere Arbeit nicht mehr unserer Arbeit wegen, immer weil wir immer denken, müssen daraus eine Show machen und daraus muss noch mehr resultieren. Also wir sind total vergiftet irgendwie von diesem ganzen Theater. Verstehst du, was ich meine?
Joel Kaczmarek (49:49.847) Total, ich finde alles davon überzeugend und habe eigentlich nur noch eine Sache, die mich zurückhält. Ich habe gerade so gedacht, wir gleich Stopp machen, ob ich dich hinterher, wenn das Mikrofon aus ist, sage aber Henriett jetzt mal ehrlich, wie läuft es mit deinem Business, schmiert es nicht voll ab, wenn du nicht Social machst und so weiter und so fort, weil ich denke gerade so drüber nach. Ich habe mal einen Typen getroffen, der hat so eins der größten Indie Labels in Deutschland und der sagt halt auch
TikTok ist the place to be. Social, geht alles noch über Video. Oder im Podcastbereich kommen Leute und sagen, die Podcast-Reichweite passiert nicht mehr in den Podcast-Apps, sondern du musst ein Video bauen, was dann darauf hin zeigt. Und gleichzeitig hab ich mich so dabei ... Also, wenn ich so meine Wettbewerber angucke und dann seh ich einen Short von denen, ich hab noch nie auf die Podcast-Folge draufgeklickt. Das gehört auch zur Wahrheit. Aber dieses Thema, großes Thema Sichtbarkeit, also krieg ich sozusagen ... Die Haut zu Markte tragen, hat Sebastian Krumm-Biegel immer zu mir gesagt.
Aber der Markt ist so riesig und laut geworden. Das ist ja schon ein Problem. Aber das ist das Einzige, mich noch so beschäftigt. Ich glaub auch an das, was du gesagt hast, die Stärke aus der Stille oder vermeintlichen Unsichtbarkeit. Ich hab grad so gedacht, ich kann mir schwer vorstellen, wie so ein hape Kerkeling auf Social abgeht. Und trotzdem wird er dauernd eingeladen, dauernd angefragt, hat Relevanz, wenn's was zu synchronisieren gibt und so weiter und so fort. Also, Wichtigkeit kommt nicht unbedingt durch, was machst du auf Social, Aber ...
Henriette Hochstein-Frädrich (51:05.433) Ja.
Joel Kaczmarek (51:09.782) Trotzdem ist ja so dieser Geschäftsimpakt drin. Wie verkaufe ich noch was? Wie komme ich noch daran? Das ist so der kleine Bausch, den ich noch im Kopf habe, wo ich noch drüber nachdenke.
Henriette Hochstein-Frädrich (51:16.313) Die Frage ist auch total berechtigt. Ich bin auch manchmal ein recht impulsiver Mensch. ich dann Social Media, das war dann im Prinzip, das war wirklich so ein Impuls. Und ich hab dann erst hinterher zu...
Was hast du denn da jetzt wieder gemacht? Aber ich habe tatsächlich festgestellt, dass ich es nicht eine Sekunde vermisse. Also wirklich, emotional persönlich nicht. Ich habe es nicht eine Sekunde vermisst, habe es nicht eine Sekunde bereut und ich gebe dir Recht. Also die Frage, kannst du mir auch im On stellen? Ja, Henriette jetzt mal Tacheles.
Natürlich muss ich jetzt zum Beispiel mit dem Buch, also da klar muss ich mir jetzt Wege überlegen, wie erreiche ich jetzt Menschen und ich glaube der Weg ist durchaus, klar der ist herausfordernd. Andererseits würde ich jetzt noch meinen popeligen Instagram-Account haben mit, weiß nicht was war es, dann am Ende 4000 Followern. Ja klar, ich hätte das einmal gepostet, dann hätten es vielleicht, weiß ich nicht, fünf bestellt.
So.
Und jetzt würde ich seitdem natürlich dann so eine Kampagne starten und jetzt in meinen Nennen und Ausschnitte und nach drei Wochen wären alle genervt davon. bin der absoluten Überzeugung, ich würde nicht wahnsinnig viel mehr damit machen. Also ich müsste mir so oder so Gedanken machen, wie möchte ich mein Produkt verkaufen und vermarkten.
Henriette Hochstein-Frädrich (52:58.267) natürlich, das Start-up-Unternehmen, Idee, Kreativität ist dann natürlich auch gefragt, wie kann ich das angehen und vielleicht kann, klar, dauert es dann vielleicht auch länger und ehrlich gesagt ist natürlich auch am Ende mein Anspruch, ich will die Menschen...
erreichen, die damit auch ein Thema haben, die das interessant finden, die da neugierig sind, die offen dafür sind. Und ehrlich gesagt, ich, so Universum jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber wenn ich damit 100 Leute erreiche, ist das okay und bei denen sich etwas tut. das ist auch dieses, dass wir ständig immer, es muss immer die Masse mit der Verwechseln mit, vielleicht sind diese kleinen Tropfen auf den heißen Stein vielleicht doch gar nicht so unsmachend.
Und da versuche ich natürlich mich durchzubeißen, frag mich gerne nochmal in einem Jahr schon, wie es dann damit aussieht. Aber für die andere Sache, das Buch ist ja nicht nur mein Business, aber zum Beispiel das Kino-Speaking funktioniert komplett ohne Social Media. Und das war auch vorher schon so, dass die Leute, die kommen über Google und ich meine, das verändert sich natürlich auch gerade massiv.
natürlich dann auch, musste irgendwie dafür sehen, dass auch irgendwie die KI dich findet. Das funktioniert auch komplett ohne Social Media und mich hat auch noch nie irgendwie ein Kunde so, sondern der ist überzeugt von den Inhalten. Also ich habe eine relativ lebendige Website, wo immer viel passiert, wo ich auch selber viele Inhalte auch teile zu den relevanten Themen, die ich so besetze. Und dadurch hat der einen Eindruck und das funktioniert gut und es funktioniert super gut.
ohne Social Media und ich investiere da lieber Zeit rein und Energie und Aufmerksamkeit und Geld als meine Zeit zu verplempern einen Blogbeitrag auf Social Media zu posten oder irgendwie so ein blödes Video. Also da brauche ich es wirklich gar nicht.
Joel Kaczmarek (54:52.398) Mhm.
Joel Kaczmarek (54:55.882) Aber du hast ja was gesagt, was mir auch gerade noch in Kopf kam, dass ja KI das Ganze noch mal auf ein neues Niveau hebt. Wenn du dann nur noch mit Fake-Inhalten auf Social Media zu tun hast und 1000 Neuausrichtungen für das gleiche Content, dann gibt es ja noch mehr Grund, da nicht da zu sein. Von daher.
Henriette Hochstein-Frädrich (55:09.313) Also ich bin auch gar nicht überhaupt nicht gegen Technik. Ich finde Technik super. Ich finde auch toll die Möglichkeiten, die es mit KI gibt. Aber wie auch immer, am Ende geht es immer darum, richtige
Mittel zu finden. Ich glaube auch, dass jede Entwicklung immer eine Gegenentwicklung hat und ich glaube auch, dass es wahrscheinlich demnächst irgendwann einen Badge geben wird. Handwritten. Also so wie das Bio-Siegel im Supermarkt. Hey, das ist hier bio und das ist voll gut und auf dem bösen Lebensmittel steht irgendwie Gen manipuliert drauf und irgendwann steht auf den Inhalten drauf, KI generiert. Und ich glaube auch, dass das so ist.
Joel Kaczmarek (55:36.458) Hab ich auch schon mal gedacht.
Henriette Hochstein-Frädrich (55:53.243) dass auch dann am Anfang, sind jetzt, was weiß ich, zwei, drei Jahre KI, am Anfang war es alles aufregend und crazy und jetzt merkt man plötzlich, naja, okay, hm, und dass die Leute auch irgendwie keinen Bock mehr haben auf die immer gleichen generierten Texteinhalte, also man erkennt es ja mittlerweile, die Bilder sehen, also ich, ja gut, ich bin auch faul, klar mache ich auch Bilder mit KI und so, ne, aber ich merke auch, hm, ich glaube langfristig wird das nicht, also ich mal wahrscheinlich demnächst meine, also irgendwie so dieses, das sexy wieder werden wird, dieses wirklich, ey, that's
Handmade und hier war ein Human Brain im Spiel und das ist natürlich und das Social Media glaube ich auch ganz ganz krass herausfordern, weil was nützen den Influencern und denen mit viel Reichweite, wenn irgendwie davon 80 Prozent nur noch Bots sind, weil die Bots kaufen nicht. Also da wird glaube ich ganz ganz ganz ganz viel passieren und die Leute haben auch, wie du auch selber gesagt hast, die haben keinen Bock auf KI generierte Inhalte, sie wollen wenn, dann das Authentische, das Echte und da muss man natürlich auch
gucken. Da bin ich auch der Meinung, dass Offline so bisschen das neue Coole ist. Meine Oma hat immer gesagt, willst du was geltend machen, die Schelzen? Und ja, uns irgendwie mal wieder auf dem echten Marktplatz in der echten Welt mal wieder zu treffen und auszutauschen und dann schauen wir mal, wer da besteht.
Joel Kaczmarek (57:06.679) Sehr gut.
Joel Kaczmarek (57:14.456) offline ist das neue cool, braucht Social Media mich oder ich Social Media. Also in diesem Sinne, lieber Henriette, vielen, vielen Dank für diese kleine Entwöhnungsstunde. Ich bin bestätigt, ich werde jetzt mal die Accounts, ich schon löschen wollte, löschen und dann mal gucken, wie weit ich es treibe. Vielen, vielen Dank und ja, bin ich ja mal gespannt, wie sich das für dich noch weiterentwickelt und natürlich top Verkäufe mit deinem Buch.
Henriette Hochstein-Frädrich (57:34.537) Danke Joel, viel Spaß gemacht und freue mich, dass ich dich bisschen beim Entzug begleiten durfte.
